Aktuelles
14. Dezember 2018
Das Lädchen bietet 20% Rabatt auf alle Weihnachtsartikel

Weihnachtsstoffbeutel und Brotkörbe


14. Dezember 2018
Stadtwerke Lingen spenden 3000 Euro für LinaS

Das Christophorus-Werk Lingen freut sich über eine großzügige Spende der Stadtwerke Lingen.


12. Dezember 2018
Terminankündigung: FED-Elternstammtisch

Der nächste FED-Elternstammtisch findet am 25. Juni 2019 um 19 Uhr in der Alten Posthalterei in Lingen statt. Wie immer besteht Gelegenheit zum gemeinsamen Austausch.


11. Dezember 2018
Christophorus-Werk freut sich über 3000-Euro-Spende von der Firma Rosen

Einen Kuchen in Form eines riesigen Schraubenschlüssels übergab die Firma Rosen den Geschäftsführern Georg Kruse und Stefan Kerk symbolisch für eine Spende in Höhe von 3000 Euro.


11. Dezember 2018
Lohner Landbäcker übergibt Weihnachtsspende an das Christophorus-Werk

Mitarbeiter der Lohner Landbäckerei spenden insgesamt 337 Euro für Projekte des Christophorus-Werkes.


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Aktuelles

Reha-Fachtag: Junge Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen im Blick

Unter dem Motto „Nicht vermittlungsfähig? Möglichkeiten und Grenzen von jungen Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen auf dem Ersten Arbeitsmarkt“ fand Anfang November der 6. Reha-Fachtag im Christophorus-Werk Lingen e. V. statt. Zahlreiche Reha-Berater der Bundesagenturen für Arbeit, Berufsschullehrkräfte und Mitarbeitende aus Berufsbildungswerken (BBW) folgten der Einladung ins BBW Lingen. Der Reha-Fachtag informiert regelmäßig zu verschiedenen Themen, wie junge Menschen mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen sich beruflich orientieren, eine unterstützte Ausbildung absolvieren und anschließend in Arbeit kommen können. Das diesjährige Thema spiegelte die aktuellen Herausforderungen wider, vor denen Berufsbildungswerke wie das in Lingen stehen.

Psychische Beeinträchtigungen werden häufiger diagnostiziert

Klaus van Kampen, Bereichsleiter Berufliche Bildung und Arbeit im Christophorus-Werk, begrüßte die Gäste und versprach ihnen ein abwechslungsreiches Programm. Er skizzierte kurz die aktuelle Aufnahmesituation des BBW Lingen: „Inzwischen kommen rund 63 Prozent der Angemeldeten mit psychischen Beeinträchtigungen zu uns. Davon machen wiederum junge Menschen mit Autismus-Spektrum-Störungen den größten Prozentsatz aus.“ Immer mehr der Jugendlichen und jungen Erwachsenen kämen außerdem mit mehreren diagnostizierten Beeinträchtigungen ins BBW. Das bedeutet für die Reha-Berater in den Agenturen und die Mitarbeitenden der Berufsbildungswerke: Sie müssen sich fachlich stets auf den neusten Stand bringen, damit sie die Aufgenommenen individuell und passgenau bis zum Eintritt ins Arbeitsleben unterstützen können.

Auszubildende berichten aus Perspektive der Betroffenen

Anschließend referierte Prof. Dr. Ludger Tebartz van Elst von der Universitätsklinik Freiburg über „Berufliche Rehabilitation psychischer Störungen im Spannungsfeld zwischen Persönlichkeitsstruktur, psychischen Zuständen und sozialen Problemen“. Der Psychiater legte in seinem Vortrag die theoretische Grundlage des Fachtages, dessen weitere Höhepunkte u. a. die Diskussionsrunden mit BBW-Azubis und ehemaligen Auszubildenden darstellten. Offen berichteten die jungen Leute von ihrer Zeit im Berufsbildungswerk, ihrer Beeinträchtigung und der Unterstützung, die sie im BBW gegenwärtig erfahren bzw. bekommen haben. Außerdem informierten die Mitarbeitenden des BBW Lingen die Gäste über ihre Arbeit und boten Führungen an. Insbesondere machten die Mitarbeitenden vom Fachdienst Psychologie auf die Herausforderungen aufmerksam, welche die jungen Leute mit diagnostizierter psychischer Mehrfachbeeinträchtigung für die Arbeit des Fachdienstes mit sich bringen. Sie vermittelten den Gästen anschaulich, mit welchen individuellen Unterstützungsleistungen sie diese Klienten durch ihre Zeit im Berufsbildungswerk begleiteten. Abteilungsleiterin Kornelia Eschhaus referierte über das Aufnahme- und Diagnostikverfahren im BBW Lingen und damit verbundene Grenzen, während die Mitarbeitenden vom Fachdienst Arbeit nach Maß berichteten, wie sie junge Menschen mit psychischer Beeinträchtigung bei der Vermittlung in den Arbeitsmarkt unterstützen. Auf diese Weise bekam das Fachpublikum einen umfassenden Einblick in das Thema aus der Perspektive der Wissenschaft, der Mitarbeitenden und der Betroffenen selbst. Auch untereinander tauschten sich die Gäste über ihre Erfahrungen in der Problematik im Arbeitsalltag aus.

BBW Lingen präsentierte seine Arbeit „fachkompetent und authentisch“

Christophorus-Werk-Geschäftsführer Georg Kruse dankte dem Organisationsteam und den Mitwirkenden für die gelungene Veranstaltung. „Bei allen Teilnehmenden war eine permanente und hohe Aufmerksamkeit zu verspüren“, so seine Einschätzung. „Das lag zum einen an den äußerst professionellen und fachlich kompetenten Vorträgen. Zum anderen haben die Kolleginnen und Kollegen aus unserem Hause sich und damit das BBW fachkompetent und authentisch repräsentiert.“

Jährlich beginnen im Berufsbildungswerk Lingen 60 bis 80 junge Menschen mit Unterstützungsbedarf ihre Berufsvorbereitung bzw. eine Ausbildung in mehr als 30 verschiedenen Berufen. Kostenträger ist die  Bundesagentur für Arbeit. Viele von ihnen wohnen während dieser Zeit im Internat des Berufsbildungswerkes. Mit passgenauer Unterstützung durch spezialisierte Fachdienste, fachlich kompetente Ausbilderinnen und Ausbilder und dem hauseigenen Fachdienst zur betrieblichen Inklusion begleiten die Mitarbeitenden sie von der Aufnahme durch die Ausbildungszeit hin zum Einstieg in den ersten Arbeitsmarkt. Deutschlandweit gibt es mehr als 50 Berufsbildungswerke. Das BBW Lingen hat sich auf die Unterstützung von jungen Menschen mit Autismus-Spektrum-Störungen, AD(H)S, Lernbehinderungen sowie psychisch-soziale Auffälligkeiten spezialisiert.

Fotos: Christophorus-Werk Lingen e. V.