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Modellprojekt 'Teilhabebegleitung plus'

In einem Artikel der Lingener Tagespost (erschienen am 1. Dezember 2021) wird beschrieben, wie Jugendliche mit Förderbedarf durch das niedersächsische Modellprojekt 'Teilhabebegleitung plus' einen Weg in das Berufsleben finden. Die ausgewählten Modellstädte sind Hannover und Lingen. In Lingen unterstützt der Fachdiest ‚Arbeit nach Maß‘ das Projekt. Jost Brink und John Schmiedel sind Teilnehmer und erzählen von ihren Zielen. Hier lesen Sie mehr...

Text und Bild von Thomas Pertz

Jost Brink und John Schmiedel haben ein Ziel

Sie wissen, was sie wollen: Der Lohner Jost Brink lernt Landwirtschaft, John Schmiedel aus Salzbergen möchte etwas mit Elektronik machen. Ein Modellprojekt in Lingen hilft den Jugendlichen mit Förderbedarf.

Der 16-järhige Brink und der ein Jahr ältere Schmiedel besuchen die Berufsbildenden Schulen, Technik und Gestaltung in Lingen. Die BBS und der Fachdienst ‚Arbeit nach Maß‘ des Christophorus-Werkes sind Partner der Agentur für Arbeit.

"Teilhabebegleitung plus", kurz "THB plus" heißt das Modellprojekt des niedersächsischen Kulturministeriums und der Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen der Arbeitsagentur. Ausgewählt wurden zwei Standorte: Hannover und Lingen.

John Schmiedel und Jost Brink (vorne von links) mit Vertretern des Christophorus-Werkes, der Arbeitsagentur und der BBS Lingen, Technik und Gestaltung.

Das Ziel: Jugendliche mit besonderem Förderbedarf bei der Berufsauswahl und der Einschätzung der eigenen Stärken und Schwächen intensiver an die Hand zu nehmen. Dadurch soll möglichst schon im Anschluss an die Schule die Integration in Ausbildung oder Arbeit gelingen.

Zur Teilnahme an der Maßnahme muss ein sogenannter Reha-Status vorliegen. Die Beratung durch die zuständige Agentur für Arbeit entscheidet über eine Teilnahme. In Lingen macht dies Thorsten Weber. "Es geht darum, Jugendlichen dabei zu helfen, sich beruflich zu orientieren", umreißt der Reha-Berater die Aufgabe. Am Ende gehe es darum, eine passgenaue Lehrstelle zu finden. "Ein Ausbildungsabbruch ist keine schöne Erfahrung", meint Weber.

Praktika

Verschiedene Praktika dienen dazu, genau das zu verhindern. "Die Betriebe machen hier gut mit, indem sie Jugendlichen eine Chance geben, sich zu orientieren", erläutert Hannah Schleper vom Fachdienst "Arbeit nach Maß" des Christophorus-Werkes. Ein über die Jahre gewachsenes Firmenpool mit vielen Adressen erleichtert den Zugang der jungen Menschen in die Ausbildungs- und Berufswelt ebenfalls.

Entsteht hier ein realistischer Berufswunsch, so werden die Teilnehmer im gesamten Bewerbungsprozess engmaschig begleitet und unterstützt. "Wir bekommen ein Bild von der Person, von Stärken und Schwächen, Interessen und Fähigkeiten", erklärt Schlepers' Kollege Markus Grönniger. 

Die Kooperation mit der BBS Lingen, Technik und Gestaltung, fördert dieses Ziel nachhaltig. Dies gewährleisten Berufsschullehrerinnen wie Daniela Schimmöller. "Das Projekt hilft, auch dann, wenn noch keine Lehrstelle damit verbunden ist", sagt sie. Der betroffene Jugendliche sei dennoch ein Stück weitergekommen.

Bei Jost Brink hat dies bereits gut funktioniert. "Die Ausbildung macht mir Spaß", sagt der 16-Jährige. Aber sie ist natürlich auch eine Herausforderung. Flächenberechnung steht gerade im Matheunterricht an. Der junge Mann weiß, dass er noch ein Stück Weg vor sich hat. Aber die ersten Schritte sind gemacht.

Und bei John Schmiedel? "Mein Hauptziel ist es, den Hauptschulabschluss zu machen", betont er. "Den kann er hier an der Berufsschule machen", erklärt Schulleiter Jürgen Korte.

Das Modellprojekt endet im Sommer nächsten Jahres. Wie es danach weitergeht, ist noch offen.