Aktuelles
13. Juli 2022
Vielfalter zu Gast im Landesbildungszentrum für Blinde Hannover

Kurzvortrag von Helge Sonnenberg zu den Netzwerkaktivitäten der Vielfalter

 


07. Juli 2022
Bischof Bode besucht Biohof Vaal in Schapen

Im Rahmen seiner Visitation im Dekanat Emsland-Süd fand ein Themenaustausch zur Landwirtschaft statt.


07. Juli 2022
Grillfest von Arbeit nach Maß

Großes ‚Get Together‘ der Beschäftigten auf Außenarbeitsplätze, Budget für Arbeit und ihrer Paten aus Kooperationsbetrieben


05. Juli 2022
Harte Musik, weiches Herz

Full Metall Friends Hopsten spenden 750 Euro an das Christophorus-Werk - Wohnheim Schapen


30. Juni 2022
Neue Qualifizierungsmaßnahme „Pflege, Begleitung und Betreuung von Menschen mit Unterstützungsbedarf“

Christophorus-Werk Lingen e.V.


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Aktuelles

Landtagsabgeordnete Andrea Kötter besucht das Christophorus-Werk

Möglichkeiten der Arbeitsmarktorientierung für Schülerinnen und Schüler mit Behinderungen – Digitalpakt auch für Berufsbildungswerke

Die SPD-Landtagsabgeordnete Andrea Kötter aus Meppen verschaffte sich im Rahmen eines Informationsbesuches einen Eindruck über die vielfältigen Angebote der beruflichen Bildung und Arbeit am Christophorus-Werk. Frau Kötter zeigte sich beeindruckt von der Komplexität und Arbeitsmarktorientierung der einzelnen Leistungen des Berufsbildungswerkes, der Werkstatt für Menschen mit Behinderung und verschiedener Projekte.

V.l. Leo Langenhorst (Leiter Arbeit nach Maß), Udo Nospickel (Leiter Werkstatt für behinderte Menschen), Andrea Kötter (SPD-Landtagsabgeordnete), Frank Surmann (Leiter Berufliche Bildung und Arbeit) freuen sich über den regen Austausch beim Christophorus-Werk Lingen.

Digitalisierung auch für Menschen mit Beeinträchtigungen

Die berufliche Rehabilitation ist eine Kernkompetenz des Christophorus-Werkes. Das Berufsbildungswerk Lingen bildet rund 360 junge Menschen in zwölf verschiedenen Berufsfeldern aus. Schul- bzw. Berufsschulabgängerinnen und -abgänger, die einer intensiven und individuellen Unterstützung bedürfen, haben hier die Chance auf eine Ausbildung. Neben der Vorstellung der aktuellen Angebote wurden auch zukünftige Herausforderungen diskutiert, bei der die Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen auf die Unterstützung der Politik angewiesen sind. So stand die Digitalisierung im Gespräch stark Vordergrund zwischen der Abgeordneten und den Vertretern des Christophorus-Werkes.

Auch die Bundesarbeitsgemeinschaft der Berufsbildungswerke (BAG BBW) setzt sich bereits stark für einen Digitalpakt für die berufliche Rehabilitation ein, analog zum Digitalpakt Schule: „Wir fordern hier eine Gleichbehandlung der Schüler mit und ohne Behinderung. Vom Digitalpakt Schule profitieren lediglich die allgemeinbildenden Schulen, jedoch nicht die Berufsbildungswerke“, so Frank Surmann, Leiter des Bereichs Berufliche Bildung und Arbeit des Christophorus-Werkes. „Dieser Zustand ist einfach nicht fair. Zunächst muss hier vor allem bei der notwendigen Infrastruktur nachgesteuert werden.“

Übergang zwischen Schule und Beruf meistern

Ebenso wurde deutlich, dass es gerade für Menschen mit Behinderung ein umfassendes Angebot in der Begleitung des Übergangs von Schule und Beruf geben muss. Durch Eigeninitiative der Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen gibt es zwar einige kleine Angebote, doch diese decken bei Weitem nicht den Bedarf. Finanzielle Mittel vom Land gibt es in diesem Bereich bisher nicht. Eine große Lücke, denn Modellprojekte wie Teilhabebegleitung Plus (THB+) zeigen, dass die Berufsorientierung für Schülerinnen und Schüler mit Behinderungen erfolgsversprechend und inklusiv sein kann.

THB+ - die Inklusive Berufsorientierung

Die Teilhabebegleitung ist insbesondere für Menschen mit Behinderungen vorgesehen, die nicht auf den Besuch von Berufsbildungswerken oder Berufsförderwerken angewiesen sind, sondern vielmehr eine punktuelle und zeitlich befristete Unterstützung benötigen. Die Besonderheit der THB+ ist die Kooperation mit den Berufsbildenden Schulen (BBS) – Technik und Gestaltung in Lingen. Das Angebot findet während des Schulbesuches statt und ist eng mit den Förderangeboten der BBS verknüpft. Ziel ist eine dauerhafte Integration der Teilnehmenden in den Arbeitsmarkt.