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15. August 2017
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11. August 2017
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21. Juli 2017
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13. Juli 2017
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Kooperation zum Kivelingsfest

Am Pfingstwochenende fand wieder das historische Kivelingsfest in der Lingener Innenstadt statt. An den Vorbereitungen für das mittelalterlich anmutende Stadtfest, welches alle drei Jahre tausende Besucher anzieht, beteiligte sich auch das Christophorus-Werk Lingen e. V. auf verschiedene Weise.

Klientinnen und Klienten unterstützten die Burglöwen

Erstmals unterstützten 17 Klientinnen und Klienten des Ambulant betreuten Wohnens sowie des Wohnheims Darme die Sektion Burglöwen. Jene Sektion hatte den Universitätsplatz umgebaut und barrierefrei gestaltet.

Die Initiative für diese Kooperation ging von den Burglöwen aus. Den Einsatz der „Christophorus-Werk-Mannschaft“ koordinierte Anja Laarmann, seit dem 1. April 2017 neu eingestellte Sozialraumkoordinatorin des Ambulant betreuten Wohnens. Die Klientinnen und Klienten unterstützten tatkräftig die Burglöwen am Grill, beim Getränkeausschank, beim Spülen der vielen hundert Gläser sowie beim Kuchenverkauf und bei der Kinderbelustigung. Ein zuvor festgelegter Einsatzplan half dabei, dass Kivelinge und Ehrenamtliche Hand in Hand arbeiteten, um die vielen Gäste zu bewirten. Passend zum Fest trugen die Helferinnen und Helfer aus dem Christophorus-Werk auch die Tracht der Burglöwen, besorgt von den Sektionsmitgliedern. "Für uns war es eine völlig neue Situation, Menschen mit Behinderung als Teil unseres Festes zu inkludieren", sagt Andreas Krummen von den Burglöwen. "Kleine Bedenken waren sofort verflogen, als die Damen und Herren am Freitag zum Aufbau kamen und kräftig mit anpackten. Hierfür ein herzliches Dankeschön von unserer Seite!

„Außenstehenden ist es teilweise gar nicht aufgefallen, ob es sich bei den Personen am Stand um Kivelinge oder um Menschen mit Behinderungen gehandelt hat“, sagt Stefan Höge, Leiter des Ambulant betreuten Wohnens. Sein Fazit: „Und wahrscheinlich wird kaum jemand ermessen können, welchen sinnstiftende Mehrwert diese Aktion unseren Klientinnen und Klienten gebracht hat: Ernst genommen zu werden, dazuzugehören, bei einem so großartigen Fest helfen und aktiv mitfeiern  zu können – das ist Inklusion.“ Sein Dank geht auch an die Sektion Burglöwen: „Vielfache Rückmeldungen erreichen uns seit dem Fest von den Klienten, Mitarbeitenden und Bekannten. Dies und viele weitere Beispiele belegen, dass euer Impuls, auf uns zuzukommen und um gegenseitige Unterstützung anzufragen, genau richtig war. Für all dies tausendfachen Dank.“

 

Theateraufführung von Mosaik-Schule und Franziskusgymnasium

Ebenfalls auf dem Fest vertreten war auch eine Theater-AG mit 12 Schülerinnen und Schülern der Mosaik-Schule (Klassen 7-12) und neun des Franziskusgymnasiums (Klasse 6). Sie präsentierten am Samstag und Sonntag das kurzweilige Bühnenstück „Der Schrecken des Waldes“ vor begeistertem Publikum. Und natürlich kam den Kivelingen eine besondere Bedeutung zu: Sie traten als Retter in der Not auf, um dem „schrecklichen Waldemar“ das Handwerk zu legen. Die pädagogischen Mitarbeiterinnen Monika Scheve und Barbara Dulle danken den Mitgliedern der Kivelingssektion Feldherr Spinola nicht nur fürs Mispielen: „Schon 2014 haben die Sektionsmitglieder bei uns angefragt, ob wir uns am Fest beteiligen wollen“, sagt Barbara Dulle. „Eine super Gelegenheit für unsere AG, die damals nur aus Mosaik-Schülern bestand.“ Sie sagte zu, ohne zu wissen, worauf sie sich einließ: Keine Technik, mittelalterlich anmutende Kostüme mussten her und lauter Festtrubel statt stillem Theaterraum waren nur einige der Herausforderungen, die die Organisatorinnen und Mitwirkende damals und auch diesmal meisterten. Dulle: „Wir haben schon oft mit dem Franziskusgymnasium Theaterprojekte gemacht. Die Gymnasiasten waren sehr aufgeschlossen und die Truppe wuchs rasch zusammen.“ Alle Beteiligten waren vor dem Fest sehr aufgeregt, doch sie trotzten spontanen Fanfarenumzügen vor der Bühne, Regentropfen und spielten auf der etwas klein geratenen Bühne mit lauter Stimme und sichtlich viel Spaß. Souverän reagierten sie auch auf die musikalische Untermalung, zu der sie vorher noch nie live geprobt hatten.

„Bei einem Vorbereitungsabend der Kivelingssektion Spinola  ist 2014 der Kontakt zum Musiker Karim McLoed entstanden. Er hat uns zum Üben eine von ihm eigens aufgenommene CD gegeben. Danach haben wir geprobt. Mittlerweile ist aus diesem Kontakt schon eine kleine Freundschaft geworden. Die Sektion Spinola hat die Schülerinnen und Schüler auf dem Fest verköstigt, dafür bedanken wir uns ebenfalls“, so Dulle.

Alle Mitwirkenden, die mit beiden Sektionen das Fest gestalteten, sind sich einig: Beim nächsten Stadtfest in drei Jahren, welches die Kivelinge organisieren, möchten sie gern wieder dabei sein.

 

Wer oder was sind eigentlich „Kivelinge“? Auf der offiziellen Seite des Vereins www.kivelinge.de erfahren Sie es.

Und hier sehen Sie weitere Bilder vom Fest: