Aktuelles
17. Februar 2020
Besseres Verständnis für mehr Teilhabe – InduS und Vielfalter qualifizieren lokale Vereine für gelingende Kommunikation im Sport

Das Projekt „Inklusion durch Sport im Emsland“ (InduS) und die emsländischen Partner des Vielfalter-Projektes „Gelingende Kommunikation“ arbeiten zukünftig zusammen und bieten am 14. März gemeinsam eine Fortbildung für Gelingende Kommunikation im Bereich Sport an.


12. Februar 2020
Coach für Neue Autorität: Erfolgreiche Weiterbildung für pädagogische Mitarbeitende der Christophorus-Werk•Kinder- und Jugendhilfe GmbH

Insgesamt 55 pädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Christophorus-Werk•Kinder- und Jugendhilfe GmbH haben sich zum Thema „Neue Autorität“ weiterbilden lassen. Am vergangenen Mittwoch konnten sie ihre Abschluss-Zertifikate feierlich entgegennehmen.


27. Januar 2020
Auszeichnung in Lingen verliehen – Betriebe im südlichen Emsland praktizieren Inklusion

Auf Einladung des Christophorus-Werks Lingen sind im Mutter-Teresa-Haus 15 Betriebe aus dem südlichen Emsland mit der Plakette „Inklusiver Betrieb“ ausgezeichnet worden. Damit erhöhte sich die Zahl der Betriebe im gesamten Landkreis, die diese Auszeichnung tragen, auf 241.
(Bericht von Ludger Jungeblut, NOZ)


13. Januar 2020
Mit Top-Leistungen ins Berufsleben: Bester Werker im GaLaBau kommt aus Lingen

Christian Linow, ehemaliger Auszubildender des BBW Lingen, hat im Sommer seine Abschlussprüfung als Werker im Garten- und Landschaftsbau absolviert. Mit einer Gesamtnote von 1,66 ist er der Jahrgangsbeste seines Berufes in ganz Niedersachsen!


08. Januar 2020
Feierlicher Abschluss des Projektes „MIA – Mehr Inklusion für Alle“

Auf Einladung des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS) kamen am 8. November 2019 rund 80 Projektvertreter, Experten und Interessierte aus dem Themenfeld „Inklusion im und durch Sport“ zusammen, um den Abschluss des dreijährigen Modellprojektes „MIA – Mehr Inklusion für Alle“ zu feiern. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die zehn Modellregionen, die seit dem 1. Januar 2018 den „Index für Inklusion im und durch Sport“ praktisch erprobt haben - mit dem Ziel in ihren jeweiligen Regionen inklusive Sportstrukturen aufzubauen.


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Aktuelles

Coach für Neue Autorität: Erfolgreiche Weiterbildung für pädagogische Mitarbeitende der Christophorus-Werk•Kinder- und Jugendhilfe GmbH

In weiten Teilen der Gesellschaft herrscht noch immer ein eher konservatives Bild von Erziehung vor; geprägt von Hierarchiedenken und von Werten und Vorstellungen, denen Kinder und Jugendliche zu folgen haben, wenn Erwachsene dies von ihnen fordern. Das Konzept der „Neuen Autorität“ zeigt neue Sichtweisen auf.

Neue Autorität

Möchte ein Erziehungsverantwortlicher darauf hinwirken, dass sich Kinder und Jugendliche an Regeln halten und den Aufträgen der Erwachsenen nachkommen, enden solche Situationen häufig in Streit, Verweigerung oder Eskalation. Das Konzept der Neuen Autorität hat einen anderen Ansatz: Widerstand und Wiedergutmachung statt Strafe und Härte; Selbstveränderung und Unterstützung statt Einzelkampf und Kontrollversuchen.

Mit diesem Ansatz setzte sich die Gruppe seit Start der Weiterbildung im November 2017 auseinander. Begleitet wurde sie dabei von Martin Lemme, Silvia Lemme und Alexandra Zimmermann vom Institut SyNA in Bramsche/Osnabrück, das seit 2002 intensiv an der Weiterentwicklung des Konzeptes beteiligt war.

„Das Konzept wird bei uns gelebt!“

„Das Konzept wird bei uns gelebt!“, freut sich Ina Hartholt; Leiterin der Kinder- und Jugendhilfe GmbH. „Wir wollten eine gemeinsame Grundhaltung, aus der sich unser pädagogisches Handeln ableitet. Und weg von den klassischen Erziehungsmustern, die bei Eskalationen schnell mit Macht, Druck und Sanktionen einhergehen. Die Neue Autorität hat uns Instrumente und Methoden an die Hand gegeben. Wir fühlen uns sicherer und sind handlungsfähiger – auch wenn’s schwierig wird. Dies trägt erheblich zur Qualität unserer Arbeit bei!“

Im Zentrum des Konzepts von Israeli Haim Omer, Professor für Klinische Psychologie an der Universität Tel Aviv, steht die Präsenz der Erziehungsverantwortlichen. Diese nehmen eine Wirksamkeit im erzieherischen Handeln wahr, wenn sie sich in ihrer eigenen Präsenz stark erleben. Bemerken sie bei sich selbst Handlungsunsicherheiten, dann sind sie in ihrer Präsenz geschwächt. Es gilt also zu erfahren, an welcher Stelle die Präsenzschwächung stattgefunden hat, um sie dann gezielt zu stärken.

Ausdruck von Qualität

Bei Überreichen der Zertifikate lobte Christophorus-Werk-Geschäftsführer Georg Kruse die Teilnehmenden, die diese Aufgabe auf sich genommen haben: „Die Würde des Kindes gehört zu unserem Selbstverständnis. Mit dieser Weiterbildung haben sich nicht nur die pädagogischen Mitarbeitenden persönlich weiterentwickelt. Auch für das Christophorus-Werk als Träger ist es ein Ausdruck von Qualität.“

Bereits im Verlauf des vergangenen Jahres konnten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die erlernten Methoden anwenden; die positiven Auswirklungen waren bereits spürbar und messbar. Die Weiterbildung trägt dazu bei, dass die pädagogischen Mitarbeitenden noch mehr auf vorhandene Ressourcen der Kinder und Jugendlichen schauen und ihnen respektvoll gegenübertreten, sodass sie Konflikten und Krisen noch professioneller begegnen können.