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Aktuelles
14. September 2020
“Gemeinsam stark machen für Patientensicherheit”

Aktionstag des dualen Studiengangs Pflege in Lingener Innenstadt

(Pressemitteilung der Hochschule Osnabrück, Campus Lingen)


03. September 2020
Sensibilisierung der Gesellschaft von grundlegender Bedeutung

Bundestagsabegordnete Dr. Daniela De Ridder und Albert Stegemann unterstützen das Projekt „Gelingende Kommunikation"


03. September 2020
Gelingende Kommunikation im Sport

InduS und die emsländischen Vielfalter setzen den 10. Oktober als neuen Termin für gemeinsame Fortbildung an.


02. September 2020
Gegenseitiges Kennenlernen am neuen Standort in Spelle

Erstes Treffen der Christophorus-Werk-Geschäftsführung mit Spelles Samtgemeindebürgermeisterin Lindemann


31. August 2020
Wochenserie zum Thema „Gelingende Kommunikation" bei Radio „Ems-Vechte-Welle"

Die „Ems-Vechte-Welle" berichtet in ihrer aktuellen Wochenserie über das Thema „Gelingende Kommunikation“. Projektleiter Helge Sonnenberg informiert in fünf Folgen jeweils über einen der „Fünf Standards der Gelingenden Kommunikation".


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Aktuelles

Am 17. September findet der Tag der Patientensicherheit statt. Bereits seit 2015 ruft das Aktionsbündnis Patientensicherheit (APS) an diesem Tag zu Aktionen auf, die zur Patientensicherheit beitragen. Im vergangenen Jahr hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ihn sogar zum Welttag der Patientensicherheit erklärt und damit die Wichtigkeit dieses Themas hervorgehoben. An der Hochschule Osnabrück mit dem dualen Bachelorstudiengang Pflege am Campus Lingen steht die sichere Gesundheitsversorgung jedoch nicht nur an diesem Tag im Mittelpunkt.
 
„Professionell Pflegende tragen zu einer sicheren Gesundheitsversorgung von Bürger*innen bei, indem sie Gesundheitsrisiken identifizieren, Patient*innen und Angehörige darüber informieren und gezielt Maßnahmen einleiten“, erklärt Prof. Dr. Rosa Mazzola, Professorin für Pflegewissenschaft am Campus Lingen.

Dr. Daniel Kalthoff, Koordinator des GesundheitsCampus der Hochschule und Universität Osnabrück als regionale Plattform für Austausch von Wissenschaft und Praxis, ergänzt: „Das Thema ist komplex und verlangt nach einer fundierten wissenschaftlichen Betrachtung - auch um wirksame Maßnahmen für die Praxis ableiten zu können. Für den GesundheitsCampus Osnabrück ist Patientensicherheit daher ein ganz zentrales Thema.“

Aktionsstände zur Patientensicherheit in der Lingener Innenstadt

Am 17. September weist der duale Studiengang Pflege des Campus Lingen von 10 bis 13 Uhr gemeinsam mit Praxis- und Kooperationseinrichtungen, Betroffenen und pflegenden Angehörigen in der Lingener Innenstadt auf die Bedeutung einer sicheren Gesundheitsversorgung durch gemeinsames Handeln in der Region hin. 

„Die Veranstaltung soll auf das starke und gemeinschaftliche Engagement aller im Gesundheits-, Pflege- und Sozialwesen tätigen Personen, ob beruflich oder selbst betroffen, aufmerksam machen. Patientenschutz, sichere Gesundheitsversorgung sowie der Schutz von Gesundheitsberufen geht uns alle an“, betont Mazzola.  
 
Mit orangefarbener Sprühkreide werden Bürger*innen in der Stadt auf die Veranstaltung hingewiesen und auf den Marktplatz geführt. Ein Parcours mit verschiedenen Aktionsständen rund um das Thema Patientensicherheit lädt ein, sich in unterschiedlichen Bereichen zu informieren und aktiv mitzumachen. So kann beispielsweise der Test mit einer UV Desinfektionslampe, bereitgestellt durch das Bonifatius Hospital Lingen und dem GesundheitsCampus Osnabrück, Lücken in der Händedesinfektion aufzeigen. Zudem bieten der duale Studiengang Pflege des Campus Lingen sowie einige Selbsthilfegruppen der Kontakt- und Beratungsstelle für Selbsthilfe (KoBS) des Paritätischen Emsland Hilfsmittel zum Anfassen und Ausprobieren an, etwa bei Geh- oder Sehbeeinträchtigungen.
 
Das Christophorus-Werk Lingen berichtet über Lösungsmöglichkeiten gelingender Kommunikation und hält ebenfalls Hilfsmittel bereit. Darüber hinaus weist eine Fotoausstellung auf die aktuellen Sicherheitsbedingungen der Pflege-Studierenden unter COVID-19 Bedingungen hin.  
 
Live-Videobotschaften und persönliche Geschichten von Pflegestudierenden
 
Die Veranstaltung kann auch online verfolgt werden. Zu erwarten sind Live-Videobotschaften aus der Lingener Innenstadt. In digitalen Formaten werden in den sozialen Medien und auf dem eigenen Instagram-Kanal des dualen Studiengangs Pflege am Campus Lingen (www.instagram.com/pflege_dual_lingen/) persönliche Geschichten von Pflegestudierenden veröffentlicht.  
 
Neben verschiedenen Gebäuden in Osnabrück wird von 20 bis 21 Uhr auch der Campus Lingen orangefarben illuminiert, um das Bekenntnis für eine sichere Gesundheitsversorgung zu bekräftigen.  
 

Es sind die ganz normalen kleinen Dinge, die zur Lebensqualität beitragen und im Alltag zählen: zum Bäcker gehen, Sport- und Freizeitangebote nutzen, die Apotheke aufsuchen. Doch wer nicht hören, sprechen oder oft auch nicht lesen kann, benötigt besondere Unterstützungsformen, um am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Dies betrifft insbesondere Menschen mit kommunikativen Beeinträchtigungen, aber auch (funktionale) Analphabeten sowie Neubürger mit Deutsch als Zweitsprache. Die Möglichkeiten haben sich in den letzten Jahren rasant weiterentwickelt.

Sichtlich erstaunt zeigten sich die Bundestagsabgeordneten Dr. Daniela De Ridder (SPD) und Albert Stegemann (CDU) vergangene Woche im Christophorus-Werk über Art und Vielfalt der Hilfsmittel zur sogenannten „Gelingenden Kommunikation". Projektleiter Helge Sonnenberg informierte beide Politiker eindrücklich über die Einsatzmöglichkeiten von Piktogrammen, Sprachcomputern und Kommunikationstafeln.

„Gelingende Kommunikation" ist das größte jemals von der Aktion Mensch finanzierte Projekt. Auf den Weg gebracht hat dieses der Verbund „Die Vielfalter – Experten für Teilhabe“ – das sind acht Träger der Behindertenhilfe von Papenburg bis Osnabrück, von Nordhorn bis Vechta und Altenoythe, darunter das Christophorus-Werk Lingen. In diesem Projekt werden konkrete Hilfen entwickelt, damit alle Menschen trotz kommunikativer Einschränkungen nicht nur dabei, sondern mittendrin sein können.

Mit Interesse probierten sich beide Politiker selbst an Sprachcomputer und Co aus, erkennen jedoch: „Die Information und Sensibilisierung der Gesellschaft ist hier sehr wertvoll. Denn ohne diese nützen all die tollen Hilfsmittel nichts."

Und genau deshalb freue man sich sehr über den Besuch der beiden Politiker, erklärt Georg Kruse, Geschäftsführer des Christophorus-Werkes, denn die Übertragung in den Sozialraum stehe derzeit im Fokus. „Wir möchten auf die Möglichkeiten der Gelingenden Kommunikation aufmerksam machen. Und im nächsten Schritt erhoffen wir uns, dass Unternehmen, Behörden oder Krankenhäuser ihre Mitarbeitenden schulen lassen."

„Gebärdensprache und Hilfsmittel, vor allem aber auch die einfache und Leichte Sprache, sollten in der Gesellschaft selbstverständlich sein", findet Heinfred Tippelt, Bereichsleiter Entwicklung und Bildung im Christophorus-Werk. „Fachlichkeit wird oft an elaborierter Ausdrucksweise und an der Verwendung von Fachbegriffen festgemacht – doch gleichzeitig haben wir den Anspruch alle inklusiv mitzunehmen. Das ist paradox."

De Ridder und Stegemann finden das Konzept „richtig klasse" und sprechen ihr großes Kompliment aus. Noch während des Gesprächs versprechen beide, das Netzwerk der „Vielfalter" dabei zu unterstützen, das Konzept der „Gelingenden Kommunikation" in der Öffentlichkeit bekannter zu machen – um eben dieser Selbstverständlichkeit einen Schritt näher zu kommen.